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Panathlon-Club Solothurn

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Überraschungsgast Chantal Cavin

Der Überraschungsgast beim Oktober-Anlass des Panathlon Club Solothurn heisst Chantal Cavin. Die sehbehinderte Sportlerin begeisterte mit ihrem spannenden Erzählungen, ihrem positiven Wesen und ihrem unbändigen Wille.

Chantal Cavin ist 41 Jahre alt und sehbehindert. Sie ist eine, die viel Bewegung braucht damit ihr wohl ist und ihrem Körper diese deshalb die Bewegung auch gönnt. Die Bernerin sagt, die Leistungen, die sie ­erbringe, machten sie zufrieden. «Sie zeigen mir meine Stärke, obwohl ich ja eine Schwäche mit dem Körper habe.

Cavin ist blind seit sie 14 Jahre alt ist und im Judo hart mit dem Hinterkopf aufschlug, eine Blutung im Sehzentrum erlitt und von heute auf morgen erblindete. Sie sagt sie «Seither bin ich immer ein Team, ich kann meine Leistungen gar nicht allein erbringen, ich kann und darf nie ein Egoist sein.»

Über das Schwimmen fand Cavin zum Sport. Natürlich war sie auch da, trotz gerader Bahn und Trennleinen, auf Hilfe angewiesen. Wenn es Zeit war zu wenden, tippte ein Helfer die Schwimmerin mit einem langen Stab auf den Kopf. Es war der Anfang einer ruhmreichen, fast 18-jährigen Schwimmkarriere. Aus Sport wurde Leistungssport, aus Cavin die beste sehbehinderte Schwimmerin der Welt (über 800 und 1500 m). ­Cavin gewann EM- und WM-­Titel, nahm bis 2012 in London mehrfach an den Paralympischen Spielen teil und erreichte gar den Weltrekord über 100 m Crawl.

In 3:16 Stunden hat Cavin vor vier Jahren ihren ersten Marathon beendet – ohne sich speziell vorzubereiten. Es ist eine herausragende Zeit, die sie später noch auf 3:14 verbesserte. Bei diesen Zeiten ist es schwierig, geeignete Führer zu finden, deshalb ist sie in den Marathons mit zwei Guides unterwegs.

Auch beruflich hat Chantal Cavin ihren Weg gefunden. Sie ist Assistentin der Geschäftsleitung von Maru Dojo, einem Zentrum für Kampfkunst und Gesundheit. Zudem ist sie Projektleiterin Nachwuchs bei Plusport, dem Behindertensportverband Schweiz. Cavin hat die Sporthandelsschule besucht und dabei als Talent viel Zeit zum Trainieren erhalten. Danach arbeitete sie lange auf einer Bank. Heute wird sie ab und zu für Referate ­engagiert, Hauptthema ist die «Zusammen sind wir stärker»-Taktik – wer wüsste das besser als sie?

Chantal Calvins Liebe zum Ausdauersport kennt keine Grenzen. Nach dem Schwimmen und vor dem Laufen wendete sie sich erst dem Triathlon zu. Die Ironman-Distanz (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren (auf einem Tandem), 42,195 km Laufen) war das Ziel. Sie sagt «Beim ersten Mal wollte ich ins Ziel kommen, beim zweiten Mal schneller sein, und beim dritten Mal benötigte ich 10:34 Stunden». Eine Wahnsinns Leistung, mit der Cavin bei der Challenge Roth 2016 (Ger) als 27. von 497 klassierten Frauen ins Ziel kam.

Cavin ist Sportlerin als Leidenschaft. Der Panathlon Club Solothurn Dankt Chantal für die spannenden Erzählungen und wünsche ihr Glück & Freude auf ihrem weiterem Weg. 

Herzlichen Dank an Bruno Huber für die Organisation. 

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