Topmoderne Halle mit nationaler Ausstrahlung

Im bernischen Gümligen entsteht eine topmoderne Ballsportarena. Im Februar 2017 erfolgte der Spatenstich – am 22. August 2018 wird sie offiziell eingeweiht. Entstanden ist das Projekt aus der Not: Der Handballverein BSV Bern-Muri brauchte eine eigene Sporthalle. In der Zwischenzeit hat sich die Idee zu einem nachhaltigen Jugendprojekt entwickelt. Prof. Dr. Daniel Buser, Präsident der Stiftung Jugendförderung Berner Handball, präsentierte den Panathleten die Hintergründe des Projekts, sprach von den Hürden und freute sich letztlich über die erfolgreiche Umsetzung.

Prof. Daniel Buser (links) freute sich zusammen mit Peter Wüthrich, Panathlonclub Solothurn, über das professionelle Projekt. 

Prof. Daniel Buser (links) freute sich zusammen mit Peter Wüthrich, Panathlonclub Solothurn, über das professionelle Projekt. 

Im März vor sechs Jahren war Daniel Buser bereits zu Gast beim Panathlon-Club Solothurn. Damals hat er den «beschwerlichen Weg des BSV Bern Muri zurück an die Spitze» thematisiert. 1999 stieg der Verein in die Nationalliga B ab – im 2003 schafften sie den Wiederaufstieg. Dennoch war eine Anpassung der Strategie nötig, damit sich der Club mit einer stärkeren Struktur etablieren konnte. Zur Strategie gehörte auch der Neubau einer eigenen Sporthalle. Im 2012 lag bereits das erste spruchreife Projekt vor. Doch daraus wurde nichts – ein neues musste her.


Einzigartiges Nutzungskonzept
Jetzt entsteht eine topmoderne Sportarena mit einem in der Schweiz einzigartigen, dualen Nutzungskonzept: Während rund 80 Prozent wird der Kinder- und Jugendsport die Halle nutzen, die restlichen 20 Prozent sind reserviert für den Spitzensport. Der Spitzensport umfasst primär die vier Ballsportarten Handball, Futsal, Volleyball und Unihockey. Die wiederkehrenden Betriebskosten muss der Spitzensport sicherstellen.

«Weil die Halle vorwiegend für den Kinder- und Jugendsport genutzt wird, wird dem Leuchtturmprojekt der Region Bern viel Goodwill entgegengebracht», sagte Daniel Buser. Dies erhöht gemäss dem Präsidenten die notwendige Spendenfreudigkeit: Die Projektkosten liegen bei rund 17 Mio. Franken; mindestens 8,9 Mio. Franken sollen aus Spenden finanziert werden. Dazu hat sich Bauherrschaft einiges überlegt und bietet verschiedene Möglichkeiten an: «Sitzplatz-Patenschaften», «Gravierte Boden-Platten», «Inschrift im Eingangsbereich» oder freie Spenden.

Überwindbare Hürden
Doch bis es soweit war, und im Februar 2017 der Spatenstich erfolgen konnte, gab es einige Hürden zu überwinden – obwohl die Anlage privatwirtschaftlich finanziert wird, ohne jegliche lokale Steuergelder. Die Überbauungsordnung musste abgeändert und vom Volk gutgeheissen werden. Trotz einem Ja Anteil von 53 Prozent verzögerte sich der Start des Baus wegen Beschwerden um zwei Jahre. Dank des unermüdlichen Einsatzes des Stiftungsrats Jugendförderung Berner Handball kam im Dezember 2016 endlich die Baubewilligung.

Daniel Buser ist überzeugt, dass der Spitzensport die neue Arena in der ganzen Schweiz bekannt machen wird. Denn auch nur diese Anlässe könnten die Halle längerfristig betrachtet finanzieren.

Der Zeitplan
Am 22. August findet die offizielle Eröffnung statt; am 25. August werden die Türen für alle geöffnet. Nur fünf Tage später – am 30. August – wird die Halle voraussichtlich das erste Mal ausverkauft sein. Dann findet das NLA Derby BSV Bern gegen Wacker Thun statt.

Weitere Infos zum Projekt: www.ballsporthalle-moos.ch